Immobilienthemen

"SEHNSUCHT NACH DEUTSCHEM BETON", 06-2015


Experten erwarten 2015 ein Investmentvolumen von mehr als 40 Milliarden Euro für Immobilien. Über die Hälfte des Kapitals kommt aus dem Ausland

 

Nationale und internationale Kapitalanleger haben erkannt, dass vor allem Gewerbeimmobilien in Deutschland langfristig zu den lukrativsten Gewinnbringern gehören können. Kein Wunder, dass 2014 in- und ausländische Investoren gewaltige Summen in deutsche Gewerbeimmobilien angelegt haben. Für 39,8 Milliarden Euro wurden vergangenes Jahr Bürotürme, Einkaufszentren, Hotels und Logistikobjekte zwischen Aachen und Görlitz erworben.

 

Nicht nur hiesige, auch ausländische Altersvorsorgeeinrichtungen, Fonds und Versicherungen neigen dazu, Immobilien in Deutschland zu erwerben. Die starke wirtschaftliche Stellung Deutschlands angesichts der Krisen in Europa ist ein Magnet für in- und ausländische Investoren. Der schwache Euro macht hiesige Immobilien bei Profianlegern aus anderen Währungsregionen zusätzlich attraktiv. Sie spekulieren darauf, dass die Gemeinschaftswährung irgendwann wieder steigen wird und sie so zusätzliche Wechselkursgewinne einstreichen können. Der deutlich gefallene Eurokurs macht Immobilieninvestments für ausländische Anleger zusätzlich attraktiv.

 

Die Regierungen in China und Südkorea haben ihren Altersvorsorgeeinrichtungen auferlegt, ihre Investments stärker auf verschiedene Weltregionen zu verteilen und auch Immobilien in der Eurozone zu erwerben. Deutschland als Fels in der Brandung inmitten der Krise in Europa steht bei ihnen besonders im Fokus.

 

Die geringen Renditen am Anleihemarkt werden deshalb die Nachfrage nach deutschen Gewerbeobjekten in 2015 weiter treiben. Pensionskassen, Versicherungen und Versorgungswerke waren bislang noch in der komfortablen Situation, dass ältere Anleihen noch deutlich höhere Renditen abwerfen.  Doch immer mehr von diesen Papieren laufen aus. Die Investoren erhalten ihr Kapital zurück, finden aber keine neuen Schuldverschreibungen mehr, mit denen sich nur annähernd so hohe Erträge generieren lassen wie in der Vergangenheit.

 

Das treibt die Preise immer weiter in die Höhe und spiegelbildlich die aus den Mieterträgen in Relation zu den Erwerbskosten erzielbaren Renditen nach unten. 

 

Investoren wird es verstärkt in voll vermietete Objekte in mittelgroßen Städten oder in Gebäude mit teilweisem Leerstand in den Metropolen ziehen. In den mittelgroßen Städten wird die Nachfrage nach Anlageobjekten steigen, da dort die Einwohnerzahlen wachsen und Unternehmen erfolgreich operieren.

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